SEEWALCHEN. Volksschulkinder in Seewalchen lieferten Ideen für mehr Sauberkeit und Sicherheit. Erste Vorschläge setzt die Gemeinde nun konkret um.
Kinder zeigen, was sie stört
In Seewalchen wird aus Kinderkritik konkrete Gemeindearbeit. Das Projekt „Kinder.Gestalten.Zukunft“ mit den dritten Klassen der Volksschule hat zahlreiche Ideen hervorgebracht, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden. Besonders deutlich wurde dabei: Die Kinder schauen genau hin, wenn es um ihr direktes Lebensumfeld geht.
Zigarettenstummel landen künftig im TAschenbecher
Ein großes Ärgernis waren für die Schüler die vielen achtlos weggeworfenen Zigarettenstummel im Ort. Besonders auf der Promenade und beim Fitnesspark am Schulzentrum fiel den Kindern der Müll negativ auf. Die Marktgemeinde Seewalchen reagierte darauf und kaufte beim Bezirksabfallverband Vöcklabruck zwei sogenannte TAschenbecherständer samt Sammelbehältern.
Einen dieser Ständer montierte Bürgermeister Gerald Egger gemeinsam mit Bauhofleiter Adi Pachinger, Volksschuldirektor Thomas Hauer und einigen Kindern beim Fitnesspark. Der zweite Standort folgt in den nächsten Tagen auf der Promenade. Die Hoffnung ist klar: Zigarettenstummel sollen künftig im Sammelbehälter landen und nicht mehr das Ortsbild verschandeln.
Buswartehäuschen und Zebrastreifen verbessert
Auch weitere Vorschläge der Kinder werden umgesetzt. In Rosenau soll das Buswartehäuschen gemeinsam mit engagierten Eltern verschönert und renoviert werden. Es soll wieder ein Ort werden, an dem man sich gerne aufhält.
Bereits entschärft wurde der von Kindern als „rote Gefahr“ bezeichnete rote Fußgängerweg über den Strandbadparkplatz. Weiße Zebrastreifen machen daraus nun einen deutlich sichtbaren rot-weißen Zebrastreifen.
Radar-Idee sorgt für Schmunzeln
Mit einem Schmunzeln, aber durchaus ernst nahm die Gemeinde auch den Wunsch einiger Kinder, Schnellfahrern mit fixen Radarkästen Einhalt zu gebieten. Dieses Thema wird bereits im zuständigen Ausschuss behandelt.
Die Marktgemeinde Seewalchen will die Vorschläge aus „Kinder.Gestalten.Zukunft“ weiter Schritt für Schritt umsetzen. Ein weiteres Follow-up zum Projekt ist bereits in Planung.


