Klimt-Original am Attersee: Seltene Zeichnung im Klimt-Zentrum zu sehen

Thomas Leitner
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Eröffnung Ausstellung Klimt Zentrum (Foto: Klimt Zentrum)

Ein seltenes Klimt-Original sorgt 2026 in Schörfling für Aufsehen: Die Zeichnung „Gertrude Flöge“ wird zum Highlight der neuen Sommerausstellung.

Ein echtes Gustav-Klimt-Original kommt an den Attersee: In der Sommerausstellung 2026 im Klimt-Zentrum in Schörfling wird die Zeichnung „Gertrude Flöge“ aus dem Jahr 1912 gezeigt. Das Werk zeigt die damals fünfjährige „Trude“, Nichte von Emilie Flöge, und zählt zu den besonderen Schätzen mit direktem Bezug zur Region.

Klimts starke Verbindung zum Attersee

Gustav Klimt und der Attersee gehören bis heute untrennbar zusammen. Als der Weltkünstler im Sommer 1900 erstmals hierherkam, fand er nicht nur Erholung, sondern eine Landschaft, die ihn tief prägte. Zahlreiche berühmte Landschaftsbilder entstanden in dieser Umgebung.

Eine zentrale Rolle spielte dabei die Villa Paulick in Seewalchen. Das 1877 erbaute Haus war Treffpunkt der Wiener Sommergesellschaft und wurde für Klimt zu einem wichtigen Rückzugsort. Emilie Flöge, Designerin, Unternehmerin und langjährige Wegbegleiterin Klimts, lud ihn damals an den Attersee ein.

Gertrude Flöge blieb der Villa Paulick ebenfalls eng verbunden. 1949 erbte sie die historische Sommerresidenz und behielt sie bis zu ihrem Tod. Dass Klimt sie als Kind zeichnete, macht das Werk für die Region besonders berührend.

Ausstellung spannt Bogen bis heute

Die Sommerausstellung stellt Klimt zudem Richard Teschner gegenüber. Auch er fand am Attersee Inspiration. Unter dem Titel „Poesie der Landschaft – Klimt und Teschner“ werden kaum gezeigte Zeichnungen und Studien aus dem Umfeld der Villa Paulick präsentiert.

Einen Blick in die Gegenwart bringt Pablo Meier-Schomburg mit dem „Golden Dialogue“. Seine pointillistische Bildsprache löst Motive in viele kleine Elemente auf und spielt mit Nähe, Distanz, Farbe, Wasser und Natur.

So spannt die Ausstellung einen Bogen von 1917 bis heute. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Landschaft selbst, sondern die Frage, wie wir sie sehen, fühlen und neu entdecken.

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