Naturparkschulen am Attersee erforschen gesunde Böden

Thomas Leitner
Thomas Leitner - Journalist und Redakteur
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Projekt TERRA begleitet fünf Naturparkschulen bei der Erforschung gesunder Böden (Foto: Naturpark)

STEINBACH AM ATTERSEE. Fünf Schulen im Naturpark Attersee-Traunsee beschäftigen sich im Projekt TERRA mit der Frage, was gesunde Böden ausmacht und wie sie geschützt werden können. Den Anfang macht bereits im Herbst der Waldboden.

Trockenheit und ihre Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft machen deutlich, welche Bedeutung gesunde Böden haben. Genau hier setzt das Projekt TERRA an: Kinder und Jugendliche aus fünf Naturparkschulen untersuchen gemeinsam mit Lehrenden und Forschenden unterschiedliche Bodenarten und deren Rolle im Ökosystem.

Forschungslabor kommt direkt in den Wald

Zum Auftakt steht im Herbst der Waldboden im Mittelpunkt. Ein besonderer Programmpunkt ist der Besuch des „Spähikel-to-Go“, eines Naturvermittlungsprojekts der Österreichischen Bundesforste. Mit Hightech-Ausrüstung können die Schüler die Natur genauer untersuchen. Bioakustik-Geräte machen zudem Geräusche aus der Umgebung hörbar.

Das mobile Forschungslabor kommt direkt in den Wald. Dort gehen die Kinder und Jugendlichen unter anderem der Frage nach, was einen gesunden Waldboden ausmacht und welche Aufgaben er für das Ökosystem erfüllt.

Vom Gartenboden bis ins Gebirge

Im Frühjahr widmet sich TERRA dem Gartenboden. Biobäuerin und Naturvermittlerin Sabine Ablinger vermittelt dabei Wissen über fruchtbare Erde und darüber, wie Gartenböden geschützt und gestärkt werden können.

Im zweiten Projektjahr wandert der Blick ins Gebirge. Dann beschäftigen sich die Schüler unter anderem mit Rutschungen und Felsstürzen sowie mit der Bedeutung von Almen.

Initiiert und begleitet wird TERRA vom Grazer Forschungsverein IFZ mit einem Team rund um Anita Thaler in Kooperation mit dem Naturpark Attersee-Traunsee.

„Das Salzkammergut eignet sich durch seine vielseitige Natur perfekt für dieses Projekt. Es geht darum, Schüler für die Bedeutung dieser Vielfalt zu sensibilisieren und dafür, wie wichtig ihr Schutz ist“, erklärt Thaler.

Ein weiteres Ziel ist es, Strategien im Umgang mit Klima-Angst zu entwickeln und Kindern Möglichkeiten aufzuzeigen, selbst zum Schutz des Ökosystems beizutragen. Finanziert wird das Projekt von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.