Mehr als 1.000 Besucher bei den Wassertagen am Attersee

Thomas Leitner
Thomas Leitner - Journalist und Redakteur
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Eröffnung Gustl und Perla Wassererlebnisweg in Weyregg (Foto: REGATTA)

ATTERSEEREGION. Mehr als 1.000 Besucher, 20 Veranstaltungen und volle Säle: Die REGATTA Wassertage haben von 2. bis 4. Oktober das Thema Wasser in der Region Attersee-Attergau in den Mittelpunkt gerückt.

Die REGATTA Wassertage am Attersee sind mit großem Besucherinteresse zu Ende gegangen. Von 2. bis 4. Oktober fanden in der Region Attersee-Attergau insgesamt 20 Veranstaltungen und Aktionen statt. Nach Angaben der Veranstalter wurden dabei weit über 1.000 Besucher gezählt.

Projektträger war heuer die Gemeinde Nußdorf am Attersee. Gemeinsam mit dem Regionalentwicklungsverein REGATTA Attersee-Attergau und zahlreichen Partnern wurde ein Programm zusammengestellt, das sich mit Wasser, Gewässerschutz, Klimaveränderungen und der Wasserversorgung beschäftigte.

Volles Haus beim Auftakt in Nußdorf

Zu den Höhepunkten der REGATTA Wassertage am Attersee gehörte der Eröffnungsabend im Gasthof Hotel Ragginger in Nußdorf. Gabriele Weigelhofer von der Universität für Bodenkultur Wien widmete sich in ihrem Vortrag der Frage, warum Wissen über Wasser und ökologische Zusammenhänge für die Zukunft einer Region immer wichtiger wird.

Auch das Expertenschiff, das von Nußdorf zu einer Abendfahrt auf dem Attersee aufbrach, war bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt. Daniela Achleitner vom Bundesamt für Wasserwirtschaft informierte über die Quagga-Muschel. Martin Luger, Leiter der Abteilung Seenkunde, erläuterte die Auswirkungen der Klimaveränderungen auf den Attersee.

„Das große Interesse zeigt, wie sehr das Thema Wasser die Menschen in unserer Region bewegt. Die Wassertage machen Wissen zugänglich und stärken das Bewusstsein für unsere gemeinsame Verantwortung“, sagt REGATTA-Obfrau und Steinbachs Bürgermeisterin Nicole Eder.

Großer Andrang in St. Georgen und Seewalchen

Besonders viel Publikumsinteresse gab es auch bei der Eröffnung des ersten Trinkbrunnens des Projekts für St. Georgen im Attergau und Berg im Attergau. Damit soll ein sichtbares Zeichen für den freien Zugang zu Trinkwasser im öffentlichen Raum gesetzt werden.

In Seewalchen am Attersee verband die Veranstaltung „WASSER schafft KULTUR“ an der Seepromenade Archäologie und Musik mit der Bedeutung des Wassers für das kulturelle Erbe der Region.

Das Programm führte aber auch an zahlreiche weitere Orte rund um den Attersee und im Attergau. Angeboten wurden unter anderem Führungen in der Fischzucht Kreuzstein, Besichtigungen von Wasserversorgungsanlagen in Schörfling und Seewalchen sowie Informationen über den Hochwasserschutz an der Dürren Ager.

Naturkundliche Wanderungen, eine Biber-Exkursion am Taferlklaussee und Veranstaltungen beim heiligen Bründl in Frankenmarkt ergänzten das Programm.

Mehr als 100 Menschen auf neuem Wassererlebnisweg

Einen besonders starken Schlusspunkt gab es am Sonntag in Weyregg am Attersee. Dort wurde der neue Gustl & Perla Wassererlebnisweg eröffnet. Mehr als 100 Menschen nahmen an der anschließenden gemeinsamen ersten Begehung teil.

Der neue Weg verbindet Natur und Bewegung mit spielerischer Wissensvermittlung rund um Wasser, Wald und Umwelt. Erlebnis- und Bewegungsstationen sollen vor allem Familien die Möglichkeit bieten, sich auch nach den Wassertagen mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Ein Schwerpunkt der Wassertage lag zudem auf Kindern und Jugendlichen. Mitmachtheater, „Kasperl im Wasserparadies“, eine Moorerkundung der Naturpark-Volksschule Steinbach sowie Workshops zu Wetter, Klima und Wasser an den Mittelschulen in Schörfling und Seewalchen gehörten zum Bildungsprogramm.

Auch über die Region hinaus stießen die Wassertage auf Interesse. Eine zehnköpfige Delegation aus Luxemburg besuchte mehrere Veranstaltungen. Vertreter der LEADER-Region Éislek und des Naturparks Obersauer nutzten den Aufenthalt für den Austausch mit Verantwortlichen in der Region Attersee-Attergau.

„Mit den Wassertagen bringen wir Wissenschaft, Gemeinden, Schulen, Vereine und Bevölkerung zusammen“, sagt REGATTA-Geschäftsführer Walter Schnauder. Mit den neuen Trinkbrunnen und dem Wassererlebnisweg seien zudem Angebote entstanden, die über die drei Veranstaltungstage hinaus Bestand haben.

Die REGATTA Wassertage wurden über das europäische LEADER-Programm mit Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Oberösterreich gefördert.