UNTERACH. Ein Sturz aus sechs Metern Höhe veränderte 2019 das Leben von Stefan Aigner aus Unterach am Attersee. Heute steht er wieder mitten im Berufsleben – und wurde dafür nun von der AUVA ausgezeichnet.
Ein Feuerwehreinsatz im Jänner 2019 veränderte das Leben von Stefan Aigner aus Unterach am Attersee schlagartig. Bei Schneeräumarbeiten in St. Gilgen stürzte der engagierte Feuerwehrmann sechs Meter durch den Lichteinlass eines Daches und wurde schwer verletzt. Sieben Jahre später wurde Aigner nun für seinen Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben mit dem „Back to Life“-Award der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ausgezeichnet.
Der Preis wurde heuer erstmals in Oberösterreich vergeben. Neben Aigner erhielten auch Lukas Karan-Haider aus Sierning und Elisabeth Kiener aus Haag am Hausruck die Auszeichnung.
Nach schwerem Sturz zurück ins Berufsleben
Stefan Aigner ist seit 2005 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Au-See in Unterach. Im Jänner 2019 half er im Rahmen eines Einsatzes bei Schneeräumarbeiten in St. Gilgen. Dabei stürzte er aus rund sechs Metern Höhe durch einen Lichteinlass eines Daches auf den Boden.
Nach der Erstbehandlung im Unfallkrankenhaus folgten zwei Monate stationärer Krankenhausaufenthalt und zwei Monate Rehabilitation. Zwei weitere Reha-Aufenthalte und laufende Physiotherapie kamen hinzu.
Heute steht Aigner wieder mitten im Berufsleben. Seinen ursprünglichen Beruf als Tischlermeister im damaligen Betrieb gab er nach der Wiedereingliederung auf. Seit mittlerweile fünf Jahren arbeitet er als Produktionsleiter in einem Unternehmen für Holzwerkstoffe.
Drei Oberösterreicher ausgezeichnet
Mit dem „Back to Life“-Award würdigt die AUVA Menschen, die nach schweren Unfällen und langen Behandlungen ihren Weg zurück in ein möglichst selbstbestimmtes Leben geschafft haben.
Zu den drei ersten oberösterreichischen Preisträgern zählt auch Lukas Karan-Haider aus Sierning. Der Elektrotechniker stürzte 2018 bei Installationsarbeiten rund sechs Meter von einer Leiter. Seit dem Unfall ist er ab dem achten Brustwirbelkörper querschnittgelähmt. Nach mehreren Reha-Aufenthalten und intensiven Therapien gelang ihm auch eine berufliche Neuorientierung. Heute arbeitet der zweifache Familienvater als Projektplaner beziehungsweise Projektleiter.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde Elisabeth Kiener aus Haag am Hausruck. Sie wurde 2011 als Schülerin auf dem Schulweg von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Nach mehr als zehn Reha-Aufenthalten musste sie zunächst ihre Schulausbildung abbrechen. Später absolvierte sie eine Lehre zur Bürokauffrau und arbeitet seit acht Jahren in diesem Beruf. Derzeit absolviert die 30-Jährige zusätzlich die Berufsreifeprüfung.
Nach Angaben der AUVA wurden für die drei Betroffenen bislang insgesamt rund 1,89 Millionen Euro für Geld- und Sachleistungen sowie Heilungs- und Rehakosten aufgewendet. Dazu zählen unter anderem medizinische Versorgung und Rehabilitation, aber auch Unterstützung bei Wohnraum- und Fahrzeugadaptierungen sowie bei der beruflichen Neuorientierung.

