NUSSDORF. Mit ihrem Herzensprojekt „Werk.Würdig“ rückt Fotografin Sandra Weishäupl Frauen vor die Kamera, die mit ihren Händen Besonderes schaffen. Zwei der porträtierten Handwerkerinnen kommen aus Nußdorf am Attersee.
Frauen, die mit Leidenschaft, Können und viel Erfahrung arbeiten, stehen im Mittelpunkt des Fotoprojekts „Werk.Würdig“ der Gmundner Fotografin Sandra Weishäupl. Für ihr aktuelles Herzensprojekt besucht sie Handwerkerinnen in ganz Österreich und dokumentiert deren Arbeit dort, wo sie entsteht – in Werkstätten, auf Höfen oder mitten in der Natur.
Besonders stark vertreten ist dabei die Attersee-Region. Gleich zwei der bisher porträtierten Frauen leben und arbeiten in Nußdorf am Attersee.
Altes Wissen rund um Wolle und Schafe
Eine von ihnen ist Katrin Falkensteiner. Die gelernte Friseurin fand über ihren Mann den Weg auf einen Bauernhof und entdeckte dort ihre Leidenschaft für Schafe und Wolle. Heute spinnt und filzt sie, verarbeitet regionale Rohstoffe und gibt ihr Wissen in Kursen weiter. Damit trägt sie dazu bei, traditionelle Handwerkstechniken zu bewahren, die vielerorts bereits in Vergessenheit geraten.
Ebenfalls in Nußdorf porträtierte Sandra Weishäupl die aus Tschechien stammende Schafschererin Kate?ina Strej?ková. Durch ihren Lebensgefährten fand sie zu einem Beruf, der nach wie vor von großer körperlicher Arbeit und viel Erfahrung geprägt ist. Mittlerweile ist sie als Schafschererin in ganz Österreich unterwegs und sorgt dafür, dass ein oft wenig sichtbares Handwerk erhalten bleibt.
Frauen und ihr Handwerk im Fokus
Insgesamt umfasst „Werk.Würdig“ derzeit acht Porträts. Zu den weiteren Teilnehmerinnen zählen unter anderem eine junge Textilforscherin aus Rutzenham, eine Töpferin aus Wels, eine Lederhandwerkerin aus Vorchdorf, eine Baumpflegerin aus Niederösterreich, eine Holzbildhauerin aus Salzburg sowie eine Glasbläserin aus Osttirol.
Das Projekt verzichtet bewusst auf große Inszenierungen. Im Mittelpunkt stehen die Frauen selbst, ihre Hände, ihre Arbeit und die Geschichten hinter ihrem Handwerk. Vier Plätze sind noch frei. Sandra Weishäupl sucht weiterhin Frauen aus ganz Österreich, deren Können und Lebensweg es wert sind, sichtbar gemacht zu werden.


