ATTERSEE. Rund 300 Segler auf 83 Booten gingen beim 36. Attersee Grand Prix an den Start. Sommerliche Hitze und schwierige Windverhältnisse machten die Regatta zur Herausforderung.
Mit einem traditionellen Kanonenschuss vom Startturm fiel am Samstag der Startschuss zum 36. Attersee Grand Prix des Union-Yacht-Clubs Attersee. Rund 300 Segler auf 83 Booten nahmen die traditionsreiche Langstreckenregatta in Angriff. Bei sommerlichen 28 Grad und wechselhaften Windbedingungen entwickelte sich der Bewerb zu einer echten Geduldsprobe. Wettfahrtleiter Gert Schmidleitner verfolgte den Start mit einem historischen Scherenfernrohr aus dem Zweiten Weltkrieg, während die traditionsreiche Startkanone das Rennen eröffnete.
Flaute bremste das Feld aus
Der Wind sorgte zunächst für einen gelungenen Auftakt. Das erste Boot erreichte die Boje in Parschallen bereits nach rund 30 Minuten. Danach flaute der Wind jedoch immer stärker ab, zeitweise lag der Attersee spiegelglatt da. Erst in den letzten Stunden setzte wieder Wind ein – allerdings aus wechselnden Richtungen und mit sehr unterschiedlichen Stärken zwischen null und acht Knoten.
Nur knapp 30 der 83 gestarteten Boote erreichten das Ziel innerhalb des siebenstündigen Zeitlimits bis 17 Uhr. Die übrigen Teilnehmer wurden entsprechend ihrer Position auf dem See mit einer hochgerechneten Zielzeit gewertet.
Clandesteam holt den Sieg
Als erstes Boot im Ziel und zugleich Sieger nach berechneter Zeit setzte sich die Libera A „Clandesteam“ mit Steuermann Thomas Tschepen vom Yacht Racing Club Aufham durch. Gemeinsam mit seiner 13-köpfigen Crew ließ er die Konkurrenz hinter sich.
Platz zwei ging an Matthias Poell vom Union-Yacht-Club Attersee, der gemeinsam mit seinem Bruder Sebastian und Neffen Alexander auf einer Rennjolle unterwegs war. Den dritten Rang belegte Christian Kimmeswenger vom Segelclub Kammersee mit seiner Crew auf einer Brenta 30.
Mit dem Attersee Grand Prix fiel zugleich der Startschuss zur diesjährigen Long-Distance-Challenge. Bereits am kommenden Wochenende wird die traditionsreiche Regattaserie mit der 12-Stunden-Regatta fortgesetzt.


