Hansi Hansmann steigt bei One100 ein. Das Healthtech-Start-up mit Sitz in Weyregg am Attersee bringt KI-Telefonassistenz in Arztpraxen im DACH-Raum.
Der österreichische Star-Investor Hansi Hansmann beteiligt sich mit einer mittleren sechsstelligen Summe an dem Healthtech-Start-up One100 mit Firmensitz in Weyregg am Attersee. Das Unternehmen entwickelt eine KI-Telefonassistenz für Arztpraxen, Therapiezentren und medizinische Einrichtungen im DACH-Raum.
Hinter One100 stehen die hokify-Gründer Karl Edlbauer, Daniel Laiminger und Simon Tretter, die ihre Jobplattform erst 2024 an karriere.at verkauft hatten. Nur drei Monate nach dem Marktstart ist die Lösung bereits in zahlreichen Ärztezentren, Radiologien und Primärversorgungszentren im Einsatz.
KI soll überlastete Praxisteams entlasten
Der Druck auf das Gesundheitssystem steigt seit Jahren. Viele Arztpraxen kämpfen mit Personalmangel, überlasteten Mitarbeitern und ständig klingelnden Telefonen. Genau dort setzt One100 an. Die KI nimmt Anrufe rund um die Uhr entgegen, erkennt Anliegen automatisch und verarbeitet Terminbuchungen oder Rezeptanfragen direkt in der Praxissoftware.
Laut Unternehmen bleibt aktuell jeder dritte Anruf in österreichischen Arztpraxen unbeantwortet. Die Software soll deshalb vor allem den Alltag in Ordinationen strukturierter und ruhiger machen. Gleichzeitig bleibt mehr Zeit für die Betreuung von Patienten vor Ort.
Die Lösung ist DSGVO-konform, wird in Europa gehostet und ist bereits mit mehreren bekannten Praxisverwaltungsprogrammen verbunden. Dazu zählen unter anderem CARE01, CAS, Offisy und mobi.MED. Zusätzlich unterstützt die KI mehr als 40 Sprachen.
Hansmann sieht enormes Potenzial im Gesundheitsbereich
Für Investor Hansi Hansmann zählt One100 zu jenen KI-Anwendungen, die ein konkretes gesellschaftliches Problem lösen. Der Business Angel wurde durch Beteiligungen an Unternehmen wie Runtastic, Tractive, mySugr und Haelsi bekannt. Erst zuletzt sorgte der Milliarden-Exit von Tractive erneut für Schlagzeilen.
One100-CEO Karl Edlbauer betont, dass die KI keine Menschen ersetzen soll. Ziel sei es vielmehr, das permanente Telefonklingeln aus den Ordinationen zu verbannen und damit den Arbeitsalltag spürbar zu verbessern.
„Ich investiere in Teams, die ein echtes gesellschaftliches Problem durch Technologie skalierbar lösen. Karl, Daniel und Simon haben mit hokify bereits erfolgreich bewiesen, dass sie das können. Das Gesundheitssystem im DACH-Raum steht unter enormem Kostendruck – öffentliche Träger wie Privatpraxen. Probleme wie Personalmangel und überlastete Praxisteams sind mit klassischen Mitteln nicht mehr zu lösen. Genau hier zeigt KI, was sie wirklich kann: Sie übernimmt die Routine, damit sich Menschen auf das konzentrieren, was zählt – die Patienten“, sagt Hansi Hansmann, der über die Hans(wo)men Group investiert.


