Der Attersee zählt weiterhin zu den betroffenen Gewässern. Experten warnen vor einer weiteren Verbreitung der invasiven Quagga-Muschel.
Der Attersee gehört weiterhin zu jenen Seen in Oberösterreich, in denen die invasive Quagga-Muschel nachgewiesen wurde. Das zeigt das aktuelle Monitoring des Landes Oberösterreich. Während zahlreiche andere Seen erneut frei von Nachweisen blieben, bleibt die Situation am größten Binnensee Österreichs unter genauer Beobachtung.
Attersee weiterhin betroffen
Gemeinsam mit dem Traunsee, dem Mondsee und den Feldkirchner Badeseen zählt der Attersee zu den Gewässern, in denen sich die aus dem Schwarzmeerraum stammende Muschel bereits angesiedelt hat. Eine weitere Ausbreitung auf zusätzliche Seen konnte im Rahmen der aktuellen Untersuchungen zwar nicht festgestellt werden, dennoch sehen Experten weiterhin Handlungsbedarf.
Die Quagga-Muschel gilt als besonders anpassungsfähig. Sie besiedelt nicht nur Steine und Holz, sondern auch Bootsrümpfe, Anker, Taue und technische Anlagen. Dadurch kann sie sich unbemerkt von einem Gewässer zum nächsten verbreiten.
Wassersportler spielen wichtige Rolle
Gerade am Attersee mit seiner intensiven Nutzung durch Segler, Motorbootfahrer, Taucher, Fischer und Stand-up-Paddler ist besondere Aufmerksamkeit gefragt. Larven oder kleine Muscheln können über Ausrüstung und Boote transportiert werden und so neue Gewässer erreichen.
Die Folgen einer Ausbreitung sind vielfältig. Die Muschel kann heimische Tierarten verdrängen, die Nahrungskette im See verändern und technische Einrichtungen wie Wasserleitungen oder Filtersysteme beeinträchtigen.
Das Land Oberösterreich appelliert deshalb an alle Nutzer des Attersees, Boote und Ausrüstung nach jedem Gewässerwechsel gründlich zu reinigen, zu kontrollieren und vollständig trocknen zu lassen. Viele Seen im Salzkammergut gelten derzeit noch als frei von der Quagga-Muschel – dieser Zustand soll möglichst lange erhalten bleiben.


