Neues Zentrum in Vöcklabruck soll Familien künftig entlasten

Thomas Leitner
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Einen spannenden und zugleich entspannten Austausch gab es beim Besuch in Regensburg: Prim. Priv.-Doz. Dr. Dieter Furthner (li.), Leiter Kinder- und Jugendheilkunde am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck mit seinem multiprofessionellen Team. (Foto: OÖG)

VÖCKLABRUCK. Die Vorbereitungen für das geplante Entwicklungsmedizinische Zentrum am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck laufen auf Hochtouren. Künftig sollen dort Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsauffälligkeiten oder komplexen medizinischen Fragestellungen umfassend betreut werden. Der Baustart ist für 2027 vorgesehen.

Das neue Zentrum soll medizinische, therapeutische und sozialpädiatrische Leistungen an einem Ort bündeln. Geplant sind unter anderem interdisziplinäre Entwicklungsdiagnostik, individuelle Therapiepläne sowie eine enge Zusammenarbeit mit Familien, Schulen und regionalen Partnern.

Damit soll insbesondere für betroffene Familien ein wohnortnahes Angebot geschaffen werden, das lange Wege und aufwendige Abstimmungen zwischen verschiedenen Stellen reduziert.

Experten holen sich Ideen aus Regensburg

Für den Aufbau des Entwicklungsmedizinischen Zentrums blickte ein Team rund um Dieter Furthner, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck, nach Deutschland. In Regensburg besuchten die Experten ein Sozialpädiatrisches Zentrum mit vergleichbarem Leistungsangebot.

Dabei standen etablierte Abläufe, Organisationsformen und Erfahrungen aus der Praxis im Mittelpunkt. „Die Erfahrungen aus Regensburg sind für uns von unschätzbarem Wert“, sagt Furthner. Sie würden zeigen, welche Strukturen notwendig seien, um Kinder und Jugendliche bestmöglich zu unterstützen.

Baustart für 2027 geplant

Das Entwicklungsmedizinische Zentrum in Vöcklabruck ist Teil eines größeren Entwicklungsmedizinischen Netzwerks, das Ende 2025 von Land Oberösterreich und Österreichischer Gesundheitskasse präsentiert wurde.

Vöcklabruck soll dabei eine zentrale Rolle in der entwicklungsmedizinischen Versorgung übernehmen. Der Baustart des neuen Zentrums ist für 2027 vorgesehen.

Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander sieht darin einen wichtigen Schritt für Familien: Kinder sollen möglichst früh, individuell und wohnortnah unterstützt werden. Auch Tilman Königswieser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Oberösterreichischen Gesundheitsholding, betont die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen Medizin, Therapie und weiteren Partnern.