Attergauhof feiert 60 Jahre: Eine Familiengeschichte mitten in St. Georgen

Thomas Leitner
Thomas Leitner - Journalist und Redakteur
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Der heutige Attergauhof war im Jahr 1955 der Gasthof Seiringer (Foto: Söllinger)

ST. GEORGEN. Seit 1966 führt Familie Söllinger den Attergauhof in St. Georgen im Attergau. Zum 60-Jahr-Jubiläum blickt das Traditionshaus auf bewegte Jahrzehnte und viele Begegnungen zurück.

Mitten im Zentrum von St. Georgen gehört der Attergauhof seit Jahrzehnten fest zum Ortsbild. 2026 feiert Familie Söllinger ein besonderes Jubiläum: Seit 60 Jahren wird das Hotel-Restaurant von der Familie geführt. Dahinter steckt eine Geschichte, die weit über sechs Jahrzehnte hinausreicht.

Vom Gasthof mit Brauerei zum heutigen Attergauhof

Die Wurzeln des Hauses reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Über die Jahrhunderte waren hier unter anderem ein Gasthof mit Brauerei, ein Bierdepot und ein Lederergewerbe untergebracht. Auch ein Depot der Brauerei Zipf gehörte zeitweise zur Geschichte des Gebäudes.

Mehrfach musste das Haus schwere Rückschläge verkraften. Bereits 1914 beschädigte ein Brand Teile des Gebäudes. Besonders einschneidend war ein weiteres Feuer am Heiligen Abend 1962, das große Schäden hinterließ.

Vier Jahre später begann ein neues Kapitel: 1966 übernahmen Karl und Hermine Söllinger aus Gaspoltshofen den Gasthof. In den folgenden Jahrzehnten wurde laufend investiert und erweitert. Aus dem traditionellen Wirtshaus entstand ein Drei-Sterne-Hotel-Restaurant mit rund 30 Zimmern, erneuerten Bädern, mehreren Gaststuben und einem kleinen Wellnessbereich.

Reinharda und Karl Söllinger führen heute den Attergauhof (Foto: Attergauhof)

Treffpunkt für Generationen

Heute führen Karl und Reinharda Söllinger den Attergauhof. Hochzeiten, Geburtstage, Vereinsabende und Familienfeiern haben das Haus ebenso geprägt wie Urlauber und Stammgäste, die seit vielen Jahren nach St. Georgen zurückkehren.

Damit bleibt der Attergauhof nicht nur ein Beherbergungsbetrieb, sondern für viele Menschen aus dem Attergau ein Ort, mit dem persönliche Erinnerungen verbunden sind.

Auch die nächste Generation ist bereits im Betrieb tätig. Die Kinder der Familie sollen das Haus später weiterführen. Damit ist nach 60 Jahren nicht nur Zeit für einen Blick zurück, sondern auch für den nächsten Abschnitt einer langen Familiengeschichte.