SEEWALCHEN. Aus einer spontanen Entscheidung wurde eine enge Freundschaft: Zwei Freiwillige des Roten Kreuzes verbindet seit fast zehn Jahren weit mehr als der Rettungsdienst.
Manchmal reicht eine einzige Entscheidung, um das ganze Leben zu verändern. Das zeigt die Freundschaft von Jasmin Brunner und Dominik Pürstinger von der Rotkreuz-Ortsstelle Seewalchen. Zum Internationalen Tag der Freundschaft am 30. Juli erzählen sie, wie aus einem gemeinsamen Engagement eine enge Verbindung entstand.
Gemeinsam im Rettungsdienst
Kennengelernt haben sich die beiden bereits in der Oberstufe. 2020 gingen beide zum Roten Kreuz: Jasmin, weil sie schon lange zur Rettung wollte, Dominik folgte spontan. Bald waren drei oder vier gemeinsame Dienste pro Woche keine Seltenheit.
Weil sie fast immer gemeinsam unterwegs waren, wurden sie an der Ortsstelle schnell nur noch die „Brunnlingers“ genannt. Immer wieder mussten sie erklären, dass sie kein Paar sind. „Wir sind fast wie Geschwister“, sagen sie. Als Dominik vor kurzem Vater wurde, war daher klar: Jasmin ist nun die Tante.
Im Einsatz brauchen die beiden oft nur wenige Worte. Obwohl sie unterschiedlich denken, diskutieren sie Entscheidungen, hinterfragen einander und finden meist gemeinsam die beste Lösung. „Eigentlich haben wir nur einmal gestritten“, erzählen beide lachend. „Da ging es ums Essen.“
Freundschaft trotz Entfernung
Heute sehen sie sich seltener. Jasmin arbeitet als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin in Vöcklabruck, Dominik studiert Medizin in Linz und lebt im Bezirk Perg. An ihrer Freundschaft hat das nichts geändert. „Wenn wir uns treffen, ist es, als wäre keine Zeit vergangen.“
Ohne das Rote Kreuz hätte Jasmin wohl nie die Pflege für sich entdeckt, Dominik vielleicht nicht den Weg ins Medizinstudium eingeschlagen. Auch ihre Freundschaft wäre vermutlich nie so stark geworden. „Ein ziemlicher Schmetterlingseffekt“, sagt Jasmin.



