ST. GEORGEN. Großer Jubel beim Race Around Austria: Tina Büttner gewinnt nach 2.200 harten Kilometern den WM-Titel. Alexandra Podpeskar holt Bronze.
Der Marktplatz von St. Georgen im Attergau wurde am Sonntagabend zur großen Bühne für die stärksten Ultra-Radfahrerinnen. Nach mehr als 2.200 Kilometern rund um Österreich sicherte sich die Deutsche Tina Büttner erstmals den WUCA-Weltmeistertitel. Yvonne Margraf machte mit Silber den deutschen Doppelerfolg perfekt, die Innsbruckerin Alexandra Podpeskar jubelte über Bronze. Bei den Männern hatte sich bereits Lukas Kaufmann zum Weltmeister gekrönt.
Knieprobleme bringen Büttner an ihre Grenzen
Wie brutal das diesjährige Race Around Austria war, zeigt Büttners Fahrzeit. Im Vorjahr benötigte sie 3 Tage, 23 Stunden und 45 Minuten, diesmal waren es 4 Tage, 10 Stunden und 30 Minuten. Dabei lag sie von Beginn an auf Titelkurs, massive Knieprobleme machten ihr jedoch schwer zu schaffen. „In den letzten Tagen ging es in meinem Team eigentlich nur noch um das richtige Kniemanagement“, erzählte Büttner im Ziel. Umso größer war die Freude: Nach zwei zweiten Plätzen in Folge holte sie endlich WM-Gold.
Margraf erreichte St. Georgen nach 4 Tagen, 14 Stunden und 42 Minuten. Podpeskar benötigte 5 Tage, 4 Stunden und 13 Minuten. Für die Tirolerin war Bronze besonders emotional: Im Vorjahr hatte sie das Ziel nicht erreicht.
Gravel-Premiere begeistert im Salzkammergut
Eine gelungene Premiere feierte beim 18. Race Around Austria das neue Gravel Around Salzkammergut. Zur Wahl standen 163 und 217 Kilometer – ohne Zeitnehmung und mit dem Erlebnis im Vordergrund. Mit dabei waren Ultra-Spezialistin Anna Kofler und der zweifache Race-Across-America-Sieger Philipp Kaider. Sein Fazit: „Die Strecke ist fantastisch.“ Im Ziel lag Kofler sogar rund zehn Minuten vor Kaider.



