STEINBACH. Wenn plötzlich alle Lichter ausgehen, beginnt das eigentliche Schauspiel: Der Sternenpark feiert fünf Jahre Einsatz für den echten Nachthimmel.
Ein Abend voller Emotionen, Wissen und Gänsehautmomenten: Der Sternenpark Attersee-Traunsee hat sein fünfjähriges Bestehen gefeiert – und dabei eindrucksvoll gezeigt, warum Dunkelheit heute wertvoller ist denn je.
Wenn die Nacht zum Erlebnis wird
Seit der Auszeichnung im Jahr 2021 gilt der Sternenpark als Vorreiter im Kampf gegen Lichtverschmutzung. Was hier geschützt wird, ist mehr als nur ein schöner Sternenhimmel. Es geht um Lebensräume, Gesundheit und ein Naturerlebnis, das vielerorts längst verloren gegangen ist. Genau dieser Gedanke zog sich durch den gesamten Jubiläumsabend im Gustav Mahler Saal.
Eröffnet wurde die Feier von Umweltlandesrat Stefan Kaineder, Bürgermeisterin Nicole Eder und dem Sternenpark-Management. Für einen besonders berührenden Moment sorgte die musikalische Premiere eines eigens einstudierten Liedes durch Kinder der Naturpark-Volksschule Weyregg – ein stiller, aber kraftvoller Appell für den Schutz der Nacht.
Wissen, das unter die Haut geht
Neben Emotionen bot der Abend auch fundierte Einblicke. In einer mobilen Sternenkuppel wurde das Universum greifbar, Teleskope ermöglichten direkte Blicke in den klaren Nachthimmel. Experten erklärten, warum künstliches Licht nicht nur Tiere, sondern auch den menschlichen Schlafrhythmus beeinflusst – ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Besonders eindrucksvoll: Punkt 22 Uhr wurden symbolisch alle Lichter ausgeschaltet. Ein Moment der Ruhe, der zeigte, wie intensiv echte Dunkelheit erlebt werden kann.
Der Sternenpark Attersee-Traunsee setzt damit ein klares Zeichen für die Zukunft: Die natürliche Nacht soll erhalten bleiben – als Lebensraum, als Erlebnis und als wertvolles Gut für kommende Generationen.


