Gravelbiken im Salzkammergut: Große Offensive für 2027 geplant

Thomas Leitner
Thomas Leitner - Journalist und Redakteur
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Gravelbike-Tour vor dem Gosaukamm. Das Salzkammergut bietet zahlreiche Routen auf Forst- und Schotterwegen abseits des Straßenverkehrs. (Foto: WOM Medien GmbH/Andreas Meyer )

SALZKAMMERGUT. Das Salzkammergut will ab 2027 beim Gravelbiken kräftig durchstarten. Zehn bestehende Touren mit 518 Kilometern und zwei Jubiläen bilden den Auftakt für den weiteren Ausbau des Radangebots.

Schotterwege, steile Anstiege und eindrucksvolle Ausblicke auf Berge und Seen: Gravelbiken wird immer beliebter. Das Salzkammergut möchte diesen Trend nutzen und kündigt für 2027 eine regionsübergreifende Offensive an. Neue Touren, zusätzliche Angebote für Radurlauber und eine stärkere Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben sollen den Radtourismus weiterentwickeln.

Zehn Touren mit fast 10.000 Höhenmetern

Schon jetzt bietet das Salzkammergut zahlreiche Möglichkeiten für Gravelbiker. Auf der internationalen Plattform GravGrav werden zehn ausgewählte Touren mit insgesamt 518 Kilometern und rund 9.750 Höhenmetern präsentiert. Das Angebot reicht von gemütlichen Panoramarunden bis zu anspruchsvollen Tagestouren.

Auch mehrtägige Abenteuer gehören dazu. Die Dachsteinrunde Gravel kombiniert Radfahren mit Übernachtungen und Gepäcktransport. Die rund 560 Kilometer lange WOSSA Bikepacking Route führt durch Bayern, Salzburg und Oberösterreich.

Dass Gravelbiken längst mehr als ein Nischensport ist, zeigen aktuelle Marktzahlen. Rund 29.000 Gravel- und E-Gravelbikes wurden 2025 an den österreichischen Fachhandel abgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 48,3 Prozent.

Zwei Jubiläen als Startschuss für 2027

Das Salzkammergut gehörte zu den Vorreitern der österreichischen Gravel-Szene. Bereits 2017 fand bei der Salzkammergut Trophy in Bad Goisern ein eigener Gravel-Marathon statt. Ein Jahr später wurden die ersten touristischen Strecken im Inneren Salzkammergut ausgeschildert.

2027 feiert die Salzkammergut Trophy ihr 30-jähriges Bestehen. Gleichzeitig jährt sich der erste Gravel-Marathon zum zehnten Mal.

Diese Jubiläen nimmt die Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH zum Anlass, das Streckenangebot gemeinsam mit regionalen Partnern auszubauen. Geplant sind zusätzliche Tourenvorschläge, die Weiterentwicklung bestehender Routen und neue Angebote in Zusammenarbeit mit Hotels, Gastronomie und Raddienstleistern.

Forststraßen nicht ganzjährig geöffnet

Ein wichtiger Punkt bleibt die legale Nutzung der Strecken. Mit 31. Oktober endete die reguläre Bikesaison auf den vertraglich freigegebenen Forststraßen. Die Tourismusverantwortlichen betonen, dass die Zusammenarbeit mit Grundeigentümern und den Österreichischen Bundesforsten entscheidend für das Radangebot ist.

Neue Routen sollen deshalb nur dort entstehen, wo entsprechende Nutzungsrechte vorliegen. Mit der Offensive möchte sich das Salzkammergut langfristig als Gravel-Destination zwischen Seen und Bergen etablieren.