SEEWALCHEN. Ein Stück Attersee-Geschichte wird zum internationalen Kunstereignis! Gustav Klimts berühmtes Gemälde „Litzlbergkeller“ wird im November in New York versteigert. Der Schätzpreis ist gewaltig: bis zu 80 Millionen US-Dollar.
Ein unscheinbares Gasthaus am Attersee, verewigt von einem der berühmtesten Künstler Österreichs, könnte bald für eine unglaubliche Millionensumme den Besitzer wechseln. Am 17. November 2026 versteigert das renommierte Auktionshaus Christie’s in New York das Gemälde „Litzlbergkeller“ von Gustav Klimt. Der erwartete Verkaufspreis liegt zwischen 60 und 80 Millionen US-Dollar. Damit steht ein Kunstwerk im internationalen Rampenlicht, dessen Geschichte eng mit dem Attersee verbunden ist.
Ein Gasthaus am Attersee wird zum Millionenbild
Das 1915/16 entstandene Ölgemälde zeigt den ehemaligen Litzlbergkeller am Nordufer des Attersees. Das Gebäude war für Gustav Klimt weit mehr als ein beliebiges Landschaftsmotiv. Zwischen 1900 und 1907 verbrachte der Künstler hier seine Sommerfrische und lernte die Umgebung kennen und schätzen.
Jahre später hielt er das Gasthaus, umgeben von mächtigen Bäumen und den Spiegelungen des Sees, auf einer rund 110 mal 110 Zentimeter großen Leinwand fest. Bei der Ausarbeitung seiner Landschaftsbilder griff Klimt unter anderem auf ein Fernrohr und Postkartenmotive zurück.
Heute zählt der „Litzlbergkeller“ zu jenen Werken, die Klimts besondere Beziehung zur Landschaft rund um den Attersee dokumentieren.
Schon 1997 sorgte das Gemälde für einen Rekord
Für Schlagzeilen sorgte das Kunstwerk bereits vor knapp 30 Jahren. Bei einer Versteigerung im Jahr 1997 erzielte der „Litzlbergkeller“ einen damaligen Auktionsrekord für ein Gemälde von Gustav Klimt. Anschließend gelangte das Bild in eine Privatsammlung.
In den vergangenen Jahren konnten Kunstinteressierte das Meisterwerk dennoch aus nächster Nähe betrachten: Es war als Leihgabe im Wiener Leopold Museum ausgestellt.
Nun steht ein weiterer Besitzerwechsel bevor. Vor der Auktion wird das Gemälde zunächst in Hongkong und ab 7. November im Rockefeller Center in New York präsentiert. Am 17. November entscheidet sich schließlich, welchen Preis ein Sammler für das Stück Attersee-Geschichte bezahlt.
Klimts Spuren sind am Attersee bis heute sichtbar
Während Klimts Gemälde auf dem internationalen Kunstmarkt Millionenbeträge erzielen, wird sein künstlerisches Erbe auch in jener Region gepflegt, die ihn zu zahlreichen Landschaftsbildern inspirierte.
Eine wichtige Rolle spielt dabei der Verein Klimt am Attersee mit dem Klimt-Zentrum in Schörfling am Attersee. Hier stehen das Leben und Schaffen des berühmten Malers sowie seine langjährige Verbindung zur Region im Mittelpunkt.
Ausstellungen, Führungen und der Klimt-Themenweg ermöglichen es Besuchern, sich mit dem Künstler auseinanderzusetzen und jene Orte zu entdecken, die Eingang in seine Werke gefunden haben.
Die bevorstehende Versteigerung in New York lenkt damit auch die internationale Aufmerksamkeit auf den Attersee – eine Landschaft, deren Motive heute zu den begehrten Werken des weltweiten Kunstmarktes gehören.
Weitere Informationen: Klimt-Zentrum am Attersee

