ATTERSEE. Internationale Segler, schwierige Windverhältnisse und knappe Entscheidungen: Beim Europacup vor dem Union-Yacht-Club Attersee wurde drei Tage lang um jeden Punkt gekämpft.
Drei Tage lang gehörte der Attersee der internationalen Segelszene. 118 Teilnehmer aus 16 Nationen kamen von 11. bis 13. September zum Europacup des Union-Yacht-Clubs Attersee – und bekamen Bedingungen serviert, die deutlich schwieriger waren als erhofft.
Der Wind zeigte sich unberechenbar. Fast windstille Phasen wechselten mit drehendem Westwind zwischen vier und zwölf Knoten. Für die Regattaleitung bedeutete das viel Geduld und einige Unterbrechungen.
Am Freitag konnte überhaupt nur eine Wettfahrt abgeschlossen werden. Auch der Samstag brachte kaum Entspannung: In der Klasse ILCA 7 kam eine gültige Wettfahrt zustande, während die Rennen der ILCA 4 und ILCA 6 abgebrochen werden mussten.
Finale brachte doch noch mehrere Entscheidungen
Erst am Sonntag wurde das Programm wieder umfangreicher. Zwar blieb der Wind wechselhaft, dennoch konnten weitere Wettfahrten durchgeführt und damit die Sieger ermittelt werden.
Besonders eng ging es in der olympischen Klasse ILCA 7 zu. Vadym Okladnikov aus der Ukraine gewann vor Florian Hafner aus Deutschland und Semen Khashchyna aus der Ukraine. Bemerkenswert: Alle drei lagen am Ende punktegleich. Bester Österreicher war Clemens Kübber auf Rang sechs.
Auch in der ILCA 6 gab es starke österreichische Ergebnisse. Bei den Männern belegte Alexander Jirschik Rang vier. Bei den Frauen segelte Emily Kargl auf Platz drei und damit aufs Podest. Den Sieg holte Karolina Kolenciak aus der Slowakei.
Der Attersee zeigte seine schwierige Seite
Auch in den Nachwuchsklassen ILCA 4 standen internationale Teilnehmer ganz vorne. Bei den Frauen gewann Tereza Chlumska, bei den Männern setzte sich Isaac Azzopardi aus Malta durch.
Für den Attersee war der Europacup erneut ein internationales Sportereignis mit starkem Teilnehmerfeld. Gleichzeitig zeigte das Revier diesmal seine anspruchsvolle Seite: Nicht spektakulär starker Wind, sondern ständiges Drehen und längere Flauten machten die drei Tage zur Geduldsprobe.




